Gerade hab ich mir überlegt, was es denn eigentlich ist…. das was „meine Seele ist“, wie es Joe Plotkin nennt.

Ich dachte, es hat mit Energien wahrnehmen, Energien zusammenmischen zu tun…. .Analyse und Synthese…. vielleicht hat es das. Keine Ahnung. Ist hier auch nicht das Thema… also dachte ich dann, dazu würde ja passen, dass ich gern Composites mache in Photoshop. Hab ich eine Zeitlang viel geübt und das hat auch Spass gemacht.

Jedoch nicht so viel Spass wie das Fotografieren an und für sich. Eher eine lustige Übung. Man kann das ja auch viel Witziges machen, und natürlich Sachen, die man als Foto so nicht machen kann. Wie Geisterstimmungen usw. Doch würde mich Photoshop und die Kreation von Bildern aus Foto-Teilen im Photoshop bei der Stange halten? Nein.

Faszinieren tut mich das entdecken, aber noch mehr, das erleben. Die Natur im Wandel, das, was nicht immer gleich ist.

Aber auch nur im kleinen. Denn ich fahre nicht extra an einen Ort, um zu fotografieren – einen „speziellen“ oder „tollen“ oder sonstwas – ich bleibe in der Umgebung. Ich freue mich zwar jedes Mal megamässig, wenn ich etwas Neues fotografieren kann, etwas Neues sehen – neue Impulse kriege, etwas, das ich sonst nicht habe.

Trotzdem bleibe ich, ist es Faulheit??? ständig in der Nähe, in der Gegend. Was ich ständig fotografiere ist immer das gleiche. Hundespaziergänge. Die Natur um uns herum.

Etwas, das mich immer wieder fasziniert ist, „man kann nicht den gleichen Golfplatz 2 mal spielen“. Das hab ich mal in einem Buch über Golf gelesen. Aber es stimmt. Es sieht nie 2 mal gleich aus irgendwo. Es gibt ja nun wirlich Strecken, an denen ich praktisch täglich vorbei komme., auch etwa zur gleichen Zeit. Und jedes Mal sieht es anders aus. Das ist übrigens im Jahresablauf, das war 2017 als es im März nochmal so super kalt wurde. Aussicht auf unserem Hunde-Morgenspaziergang, also so zwischen 7 und 8 h morgens.

Und dann fotografiere ich sehr viel im Stall. Hat sich irgendwie einfach so ergeben. Aber mittlerweile bin ich da total reingekommen und dokumentiere alles, was ich mit den Pferden mache. Auf jedem Spaziergang muss fotografiert werden, auf jedem Ausritt gibts ein Pferdeohrenfoto…. und manchmal auch Stallfotos, einfach so oder weil ich mir merken will, was wann wo wie war.

Ich gehe selten fotografieren ohne Tiere, einfach für mich. Meist wenn ich „mir was gönnen will“ oder wenn es sich eben grad so ergibt, dass ich irgendwo bin.

Ich habe Studiofotos gemacht…. nicht sehr viele… ich hab’s ausprobiert und finde es ganz lustig. Grundsätzlich aber sagt es mir nicht wahnsinnig viel. Es ist mehr Technik als etwas anderes. Es ist ein wenig wie ein Stilleben fotografieren mit einem Lebewesen drin. Das Arrangement von Stilleben finde ich total schwierig und es macht mir nicht wahnsinnig viel Spass.

Es hat zu wenig Lebendigkeit. Zu wenig Zufall.

Das Zufällige, das finde ich spannend. Das, was gerade passiert.

Das zeigt sich auch in den Wolken, dem Wetter, den Stimmungen. Das fasziniert mich ja total. Am liebsten in Panorama und riesig. Und je dramatischer, desto besser.

Dieses Foto ist entstanden, als wir vom Einkaufen nach Hause kamen. Es war eine Wahnsinns-Wolkenstimmung. Ich habe schon aus dem Autofenster einige Fotos gemacht – natürlich wieder nur das Iphone dabei – und bin dann ausgestiegen und den letzten Teil zu Fuss nach Hause, um diese Panoramafotos machen zu können. Auch mit dem Iphone kann man Raw Bilder machen und die dann in Photoshop zusammenhängen.

Dieser Sonnenaufgang ist von unserem Garten aus fotografiert. Links im Bild unser Wintergarten.

Ich dachte mir dann also, ja, Wetterfotografie. Ist genial. Hab mir ein Buch und Wetterbücher etc gekauft und dachte, dann kann ich das planen.

Nix. Ich will nicht planen und dem Wetter hinterherreisen. Ich nehme es in Kauf, dass unser Wintergarten auf dem Foto mit drauf ist. Extra zu einer gewissen Zeit an einem gewissen Ort aufzutauchen ist nicht meins. Fotos dann zu machen, wenn es mir gerade einfällt, wenn es sich für mich gerade ergibt, das ist meins.

Ich würde daher auch Street Fotografie machen…. aber da kommt mir diese Datenschutzgeschichte in den Weg und ich hab keine Lust, jedes Mal einem Spaziergänger nachzurennen und zu fragen, ob ich das Foto denn machen habe dürfen resp. ob ich es behalten darf. Darum gibts dann, wenn überhaupt nur Leute von hinten, weit weg oder als Reflektion, damit sie genügend unkenntlich sind.

Was gestellt ist, ist für mich eine lustige Übung, aber darin liegt nicht die Faszination des „oh schau mal, so cool“ das ich meistens gerne ablichte.

Wieder was mehr herausgefunden….

  • das, was mir die Umgebung bietet, in der ich mich grad befinde
  • Veränderungen und das Bekannte, das doch immer wieder anders ist
  • natürlich auch neue Orte, neue Eindrücke, neue Ideen – aber ungeplant
  • Das, was sich gerade anbietet, wo ich gerade bin und was ich gerade tue
  • Alles „im Wandel der Zeit“: Lebewesen, Natur, Dinge….